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Klosterweg
Der Klosterweg
Der Klosterweg von Riesenbeck nach Gravenhorst
Durch die Renovierung des Klosters Gravenhorst hat die Stadt Hörstel einen neuen kulturellen Mittelpunkt bekommen. Um nun die Verbundenheit zwischen Gravenhorst und Riesenbeck zu unterstreichen, ist der Weg zwischen beiden Orten gekennzeichnet und Klosterweg genannt worden. Dazu wurden an verschiedenen Punkten Stelen mit einer Plastik aus Bronzeguss als Wegweiser aufgestellt. Entwurf und Modell dieser Plastik sind von Heinz Leugers angefertigt worden.
Der Wanderweg
Startpunkt ist die Informationstafel am Reinhildisbrunnen an der Pfarrkirche. Von hier führt der Weg entlang der Sünte-Rendel-Straße zum Ossenlock. Dann weiter Richtung Kanal zum Bildstock an der Ecke Oberdorf/Gelsbach. Dieser Bildstock, auch „Hamerings Beld" genannt, wird der Niemann-Werkstatt aus Bevergern zugeordnet und zeigt das Telgter Gnadenbild. Die Initialien B.T.C.N.I. dürften auf das Kaufmannsehepaar Bernhard Teissen und Catharina Niehues, welche 1715 heirateten, hinweisen. Wer über die Straße Gelsbach weiter Richtung Hallenbad eine kleinen Abstecher macht, sieht etwa in Höhe des Hallenbades an der Bergseite des Kanals die in den "Uferpark Riesenbeck" als gestalterisches Element eingebettete Reinhildisquelle. Sie fließt hier in den Kanal. Einige Schritt weiter, an der Ecke Schulplatz/Friedhof, stand die im Jahre 1294 dem Kloster verkaufte Riesenbecker Dorfwindmühle. Zurück nun zu „Harmerings" oder auch „Michels Beld" und der unmittelbar an dem Kanal gelegenen Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten des letzten Weltkriege. Über die Kanalbrücke führt nun der Weg zum Gedenkplatz für den Heimatfreund und ersten Vorsitzenden des Riesenbecker Heimatvereins Johannes Oechtering, welcher von 1924 bis zu seinem Tod die Geschicke des Heimatvereins lenkte. Von hier gehen wir weiter am Kolping-Kindergarten, an der 2. und 3. Kreuzweg-Station vorbei, zum Fuße des Berges. Der Weg führt über die Treppen hinauf, an der 4. Kreuzwegstation vorbei, zur Schönen Aussicht.
Hier genießen wir den wirklich schönen Ausblick in das Münsterland. Weiter geht der Weg bergan Richtung Gravenhorst und an der 5. und letzten Station des Kreuzweges vorbei, bis der Wald den Blick freigibt auf den Ort Hörstel. Hier, etwas abseits vom jetzigen Wege, früher direkt an dem Fußweg nach Gravenhorst gelegen, steht der gepflegte Bildstock der Familie Nagelsmann-Eggert.
Dieser Bildstock wurde errichtet, um für die glückliche Heimkehr der Söhne dieser Familie aus dem 1. Weltkrieg zu danken. Nach diesem kleinen Abstecher geht der Weg nun weiter Richtung Gravenhorst, wo wir dann unten am Berg kurz vor der Autobahn das Gebiet der Bauerschaft Bergeshövede verlassen. Links etwas abseits vom Wege liegt der evangelische Friedhof von Gravenhorst. Mit der Eisenhütte kamen auch viele fachkundige Leute von außerhalb in die Gemeinde. Diese waren zum Teil evangelisch und brauchten ihren eigenen Friedhof. Nachdem nun die Autobahn unterquert wurde, sehen wir das Kloster Gravenhorst mit seinen Gebäuden und Anlagen schon vor uns liegen. Dort, wo der Parkplatz beginnt, liegt an dem Teich die Wegekapelle „Dreihüsken achtern Diek". In dieser Kapelle befanden sich ursprünglich 3 Plastiken, welche, wie Rudolf Breuing anführt, den entsprechenden Statuen in der 1. und 4. Station und dann auch wohl der 5. Station des oben genannten Kreuzweges nachempfunden worden sind. Endpunkt des Weges ist die Informationstafel am nördlichen Parkplatz des Klostergeländes.
